Gleitsicht­brillen

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Eine Gleitsichtbrille vereint mehrere Sehlösungen in einem Brillenglas. Sie bietet gleichzeitig eine Korrektion für das Sehen in der Ferne, zum Beispiel eine Korrektion der Kurzsichtigkeit oder der Weitsichtigkeit, und eine Korrektion für die Nähe zum Lesen, zum Beispiel bei Alterssichtigkeit.

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Sie gewährt ihrem Träger zusätzlich auf allen Zwischendistanzen scharfe Sicht. Im Unterschied zur Mehrstärkenbrille geht die Korrektur dabei stufenlos – gleitend – von oben nach unten von der Fern- in die Nahsicht über.

Da die unterschiedlichen Sehbereiche fließend ineinandergreifen, merkt man dem Träger einer Gleitsichtbrille nicht an, dass er Unterstützung beim Nahsehen braucht. Für viele Fehlsichtige ist das ein weiterer Grund, sich für eine Gleitsichtbrille zu entscheiden – sieht sie doch genauso aus wie eine Einstärkenbrille.

Mit einer Gleitsichtbrille ist man für die meisten Sehaufgaben des täglichen Lebens gut versorgt. Deshalb wird sie oft auch als „Universalbrille“ bezeichnet. Für spezielle Sehaufgaben gibt es zusätzliche Brillen mit besonderen Gläsern wie die Bildschirmarbeitsplatzbrille, Nahbereichsbrille oder Brillen für Autofahrer.

Durch die Fortschritte in der Computertechnik lassen sich heute für jeden Kunden individuelle Gleitsichtgläser anfertigen.

In die Berechnung dieser Gleitsichtgläser fließen einerseits individuelle anatomische Werte ein: zum Beispiel der Augenabstand oder Informationen, ob sich die Pupille im Dunkeln stark weitet oder nicht. Andererseits werden auch die Daten der ausgewählten Brillenfassung berücksichtigt: ob zum Beispiel die ausgesuchte Fassung stark durchgebogen oder ungewöhnlich schmal ist. So kann die Qualität der Gleitsichtgläser noch einmal verbessert und optimiert werden.

Heute ist es sogar möglich, die Sehgewohnheiten des Brillenträgers bei der Herstellung individueller Gleitsichtgläser zu berücksichtigen. So gibt es etwa für Menschen, die viel Auto fahren, Gleitsichtgläser, die auf die speziellen Sehprobleme im Straßenverkehr zugeschnitten sind. Für Personen, die häufig am Schreibtisch arbeiten und viel über ihr Handy oder Smartphone erledigen, werden individuelle Gleitsichtgläser angefertigt, die für das Lesen von Printmedien und digitalen Geräten optimiert sind.

Wer sich eine Gleitsichtbrille zulegen möchte, kann heute zwischen drei Glas-Kategorien wählen.

Wer sich eine Gleitsichtbrille zulegen möchte, kann heute zwischen drei Glas-Kategorien wählen.

Stufe 1

Einfaches Gleitsichtglas

Hier ist der nutzbare Sehbereich am kleinsten. Das bedeutet reduzierter Sehkomfort und eine längere Eingewöhnungszeit.

Stufe 2

Universalgleitsichtglas

Alle Sehbereiche sind gut nutzbar und verfügen über große Sehfelder. Das bedeutet guten Sehkomfort und eine hohe Spontanverträglichkeit.

Stufe 3

Individuelles Gleitsichtglas

Sie sind die Königsklasse unter den Gleitsichtgläsern und sehr aufwändig in Entwicklung, Design und Fertigung. Der Vorteil: Mit solchen individuell angefertigten Gleitsichtgläsern erzielt der Brillenträger ein Maximum an optischer Abbildungsqualität und Sehkomfort. Eine solche Maßanfertigung ist deshalb gerechtfertigt, weil jeder Mensch anders sieht – sogar eineiige Zwillinge haben unterschiedliche Augen und somit unterschiedliche Seheindrücke.

Gleitsichtbrillen für

Alterssichtige

Für Alterssichtige, die häufig zwischen verschiedenen Sehabständen hin und her wechseln müssen und die es leid sind, ihre Lesebrille ständig auf- und abzusetzen.

Gleitsichtbrillen für

Kurzsichtige

Für Kurzsichtige, Weitsichtige oder Menschen mit einer korrekturbedürftigen Hornhautverkrümmung, die alterssichtig werden. Hier ersetzt die Gleitsichtbrille gleich zwei Brillen: eine Brille für die Fernsicht und eine Lesebrille.

Gleitsichtbrillen für

Normalsichtige

Für Normalsichtige, die bislang noch keine Brille getragen haben, aber alterssichtig werden. Die Fernzone der Gleitsichtgläser wird dann mit einem Dioptrienwert nahe Null gefertigt.

Was darf eine Gleitsichtbrile kosten? Die Herstellung von Gleitsichtgläsern ist sehr viel aufwendiger als die von einfachen Korrekturgläsern. Daraus erklärt sich der höhere Preis für die Anschaffung.

Gute Marken-Gleitsichtbrillengläser aus europäischer Produktion gibt es schon ab 180 Euro inklusive Beratung und Anpassung. Wer ein höherwertiges Glas möchte, muss mit dem doppelten Preis rechnen. Die individuell berechneten Gleitsichtgläser beginnen ab 400,- Euro. Bei der Investition gilt es zu bedenken, dass eine Gleitsichtbrille ein ständiger Lebensbegleiter sein wird. Verglichen mit anderen Gegenständen des Alltags ist sie dann gar nicht mehr so teuer – vorausgesetzt, sie funktioniert einwandfrei.

Erfahrungen von Brillenträgern zeigen: Sie bereuen den Kauf einer hochwertigen Gleitsichtbrille in der Regel nur dann, wenn die Brillenstärke nicht stimmt oder die Anpassung falsch war. Umgekehrt gilt: Eine billige Gleitsichtbrille kann teuer werden, wenn sie den Anforderungen nicht genügt und dem Träger Probleme bereitet. „Ich weiß nicht, ob ich eine Gleitsichtbrille vertrage, deshalb nehme ich lieber die billigste!“ – diese Haltung ist also nicht zu empfehlen.

Fakt ist nämlich: An hochwertige Gleitsichtbrillengläser gewöhnt man sich viel schneller, und sie bieten im Alltag auch deutlich mehr Sehkomfort. Wer sparen muss, sollte sich deshalb lieber für eine Gleitsichtbrille mittlerer Qualität entscheiden und nicht darauf hoffen, dass die billige Variante seine Ansprüche an gutes Sehen erfüllt.